Der Affengott auf den Klippen von Uluwatu

Imposant thront der Pura Luhur Uluwatu Tempel auf einer hohen Steilklippe am westlichsten Punkt der Halbinsel Bukit über dem Meer.

Der Tempel stellt einen der bedeutendensten Schutztempel am Südende der Insel Bali dar. Pura Uluwatu wird besonders von den balinesischen Fischern hochgeachtet, denn er ist der Meeresgöttin Dewi Laut gewidmet. Spektakulär ist besonders die Lage des Pura Luhur Uluwatu: Am äußersten Rande einer Klippe, fast 100 Meter oberhalb der tosenden Meeresbrandung. Das gibt natürlich ein fantastisches Fotomotiv.

Uluwatu im Überblick

Überblick über die Tempelanlage

Pura Luhur Uluwatu wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert weiter ausgebaut worden sein. Der Tempel ist bekannt und wohl gepflegt. ZWar ist es der zweitmeistbesuchte Tempel der Insel, aber die Besucherzahlen betragen in etwa nur ein Viertel vom Besucherandrang in Tanah Lot – dem meistbesuchten Tempel Balis. Voll wird es in Uluwatu zumeist erst am späten Nachmittag – kurz vor Sonnenuntergang, da dann die organisierten Touren ankommen um den Tempel im Sonnenuntergang zu erleben.

Zuerst erreicht man den Parkplatz, wo man für den Eintritt zahlt, evtl. einen Gebetsschal und ggf. einen Sarung leihen kann (kurze Hosen sind TABU in allen Tempeln) und dann 300 Meter Fußweg bis zum Tempel zu bewältigen hat. Bereits auf dem Weg dorthin kommt man an einer Horde Affen vorbei, die sehr zudringlich werden können – insbesondere wenn Du offene Lebensmittel bei Dir trägst. Es gibt zwar die Möglichkeiten am Parkplatz Futter für die Tiere zu kaufen, aber davon würde ich abraten. Die Affen sind sehr aggressiv und verdammt schlau. Gerne entwenden sie auch andere Gegenstände wie Flip Flops, Sonnenbrillen, Mützen, usw. Außerdem können Affen Tollwut übertragen !

Bist Du Schließlich am Tempel angekommen, so führen 71 Stufen hoch in das Tempelinnere, das aus drei Höfen besteht. Der Tempel ist komplett aus Kalkstein gebaut und erscheint daher in einem strahlenden Weiß. Vor dem Eingangstor in den mittleren Hof stehen Ganesha-Statuen, die den Eingang zu bewachen scheinen. Touristen sind willkommen, dürfen allerdings das innere Heiligtum des Tempels nicht betreten. Dafür kannst Du den Weg links am Tempel vorbei nehmen, immer entlang der Klippen. Dort hast Du eine optimale Fotokulisse.

Tipp: Wenn Du es ruhiger und nicht so überfüllt magst, solltest Du morgens nach Uluwatu kommen.

Der Kecak-Tanz

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Jeden Abend, kurz nach Sonnenuntergang wird vor der Kulisse des Tempel ein Kecak-Tanz aufgeführt. Der Tanz oder genauer gesagt das Tanzdrama wird von etwa 50 mit einem schwarz-weiß-karierten Sarong bekleideten Tänzer aufgeführt, die eine Episode aus dem hinduistischen Ramayana-Epos aufführen. Sie bilden sitzend oder stehend einen Kreis und verkörpern das mythologische Affenheer, die Helfer des Prinzen Rama. Mit wechselndem Tempo und Lautstärke rufen sie „Kecak Kecak Cak-a-Cak“ während sie mit Armen und Händen beschwörende Bewegungen ausführen. Das Feuer und der Sonnenuntergang hinter dem Uluwatu-Tempel bilden dabei eine atmosphärische Begleitung. Untermalt von Gesang treten noch andere Figuren in den Kreis der Tänzer wie Rama, seine Gattin Shinta, der Affengott Hanuman, der adlergestaltige Götterbote Garuda sowie als Gegenspieler der Dämonenkönig Ravana. Der Kampf zwischen gut und böse dauert gut eine Stunde und ist sehr spektakulär. Es ist ein zusätzlicher Eintritt zu bezahlen.

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