Naturerlebnisse Nordbali

Unterwegs im Nordosten Balis – Sehenswertes in Tejakula und Umgebung

Ein Besuch in der Region Tejakula lohnt sich, wenn Du eine ruhige Ecke Balis suchst um Kultur und Landschaft zu entdecken.

Was macht man hier ?


Tejakula im Überblick

 

 


Geschichte der Region Tejakula


Interessanterweise sind die Sitten und Gebräuche der Region nicht so stark vom javanischen Einfluß geprägt, wie es in den übrigen Regionen Balis der Fall ist. Dörfer wie Pacung, Julah und Sembiran waren bereits vor rund 2000 Jahren Handelsposten, von denen aus Handel mit Indien und China betrieben wurde.

Tejakula war einst ein bedeutender Handelshafen, der den Hafen von Benoa in Größe und Bedeutung übertraf. Basierend auf archäologischen Daten wird geschätzt, dass die Gegend seit prähistorischer Zeit besiedelt war. Die Geschichte dieser Kleinstadt ist geprägt von Einwanderung, nicht nur durch balinesische Migranten aus anderen Teilen der Insel, sondern auch von den chinesischen und persischen Migranten. Viele Artefakte die hier gefunden wurden, wie zum Beispiel Keramiktöpfe, belegen die Bedeutung des Ortes.

Die lokale Kultur in Tejakula

Die ursprünglichen Bewohner Tejakula waren die balinesischen Ureinwohner, die Bah Mula. Die Bah Mula lehnen die sozialen Hierarchien, die charakteristisch für die balinesische Gesellschaft sind, ab. Deshalb ist in diesem Dorf niemand, der den Titel Anak Agung (so der Titel für ksatria) verwendet, auch wenn sie aus dieser Kaste abstammen.

Kulturelle Einflüsse aus Bangli, Karangasem und Buleleng und die eigene lokale Identität haben dafür gesorgt, das sich die lokale Kunst entfalten konnte. Tejakula ist bekannt für seine Performance-Kunst: Gong Kebyar und Arja sowie Wayang Wong (siehe Video). Auch eine Reihe von Steinmetzarbeiten in den Tempeln des Dorfes und einigen anderen Gebäuden der Stadt bringen diese besondere Kunst zum Ausdruck.


Dinge, die es in Tejakula zu Entdecken gibt

Touristisch kaum geprägt ist ein längerer Aufenthalt in der Region für alle geeignet, die Ruhe und Erholung suchen und dabei das ursprüngliche Bali kennen lernen wollen. Nimm Dir etwas Zeit, um die alte Kultur und die wunderschöne Natur dieser Ecke von Bali etwas genauer zu erkunden. Folgende Orte lohnen sich für einen Besuch:

1) Pura Ponjok Batu

An diesem Tempel stoppt jeder hinduistische Durchreisende, um für eine sichere Fahrt zu beten. Auch Touristen sollten sich den wundervoll zwischen dem tosenden Ozean und einer Steinklippe gebauten Tempel nicht entgehen lassen. Nur die herrlich verzierten Schreine zwischen den blühenden Frangipani-Bäumen lenken vom Blick auf das Meer ab.

Der Tempel soll im 16. Jahrhundert von Danghyang Nirartha gegründet worden sein. Natürlich darf die heilige Stätte nur mit Sarung und Tempelschal betreten werden. Auch eine Spende ist erbeten.

2) Art Zoo

So schrill wie der Name klingt ist es auch: Bunt, erotisch, ausgefallen präsentiert sich die Galerie des amerikanischen Künstlers Symon. Der “Art Zoo” liegt am Ortseingang von Pacung – von Singaraja aus gesehen – direkt an der Hauptstrasse nach Karanasem. Aufgrund der dekorativen, übergroßen Ausschilderung ist der Art Zoo kaum zu übersehen Auch die ausgestellten Gemälde erstrahlen in kräftigsten Farben und umhüllen den Betrachter mit ihrer Sinnlichkeit. Für Liebhaber der modernen Kunst sicher eine willkommene Abwechslung in Balis hohem Norden. Natürlich werden alle Ausstellungsstücke auch zum Kauf angeboten.

3) Mandi Kuda

In der Kleinstadt Tejakula selbst ist das Mandi Kuta einen kurzen Stopp wert. Übersetzt bedeutet der Name so viel wie „Pferdebad“, und tatsächlich kamen hier einst die Rösser der Rajas von Buleleng in den Genuss einer kühlen Erfrischung. Heute ist das reich geschmückte Gelände eine öffentliche Badeanstalt, in deren sittlich nach Männlein und Weiblein getrennten Becken sich jetzt Menschen zwischen den Wasserspeiern tummeln. Gleichzeitig fungiert die Anlage auch als Tempel, weshalb sie nur mit Sarung und Tempelschal betreten werden darf.

4) Ein echter Geheimtip: Wasserfall Les


Im hügeligen Hinterland Tejakulas, unweit des kleinen Dorfes Les, befindet sich ein wunderschöner Wasserfall, den man über einen Pfad durch die anregende Landschaft erreichen kann.D er Weg vom Parkplatz beträgt etwa 20 bis 30 Minuten und führt durch eine wundervolle Naturkulisse aus plätschernden Bächen, Bambushainen vorbei an den Gärten heimischer Bauern und durch Waldabschnitte. Es besteht die Chance Abkühlung an einer Badestelle nahe des Wasserfalls zu suchen.  Der Wasserfall gilt als höchster Wasserfall Balis und wird nur wenig besucht.

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