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Ruhe und Entspannung in Ubud ?


Für die Balinesen ist Besakih das spirituelles Zentrum der Insel, das Zentrum des spirituell-angehauchten Urlaubers hingegen ist zweifelsohne Ubud.

Ruhe und Entspannung in Ubud ?

Gerne wird Bali als die Insel der Götter verkauft, ein weit verbreitetes – aber falsches Klischee, denn der balinesische Hinduismus kennt nur einen Gott. Aber schon alleine die Landschaft wirkt inspirierend auf den Besucher und die zahlreichen Tempel Balis bieten sich geradezu an, seinen inneren Frieden zu suchen. Für die Balinesen ist Besakih das spirituelles Zentrum der Insel, das Zentrum des spirituell-angehauchten Urlaubers hingegen ist zweifelsohne Ubud. Denn neben Kunst und Kultur ist der Ort auch Zentrum von Wellness und Yoga. Jedes Jahr im März lenkt das Bali Spirit Festival zusätzliches Interesse auf das Thema Yoga.

Ubud – eine Oase der Ruhe

Zweifelslos passt Yoga gut zu Ubud. Nicht erst seit dem Film „Eat, Pray and Love“ lockt der Ort Urlauber aus aller Welt auf der Suche nach spirituellem Einklang an. Hier im hügeligen Inselinneren ist zwar auch tagsüber ein ziemlicher touristischer Rummel, der sogar Starbucks in das einstige Künstlerdorf gelockt hat. Dennoch ist es deutlich ruhiger als an der Südküste. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es in Ubud schnell sehr ruhig. Die meisten Urlauber, die längere Zeit in Ubud verweilen, sind keine Partygänger, und so geht das Leben in Ubud in aller Regel bereits früh los.
Kurz nach Sonnenaufgang bieten die zahlreichen Yogastudios in Ubud bereits die ersten Kurse des Tages an. Die breite Auswahl, die sowohl für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet sind, und die traumhafte Lage in Mitten der sanften grünen Reisfelder üben schon eine zutiefst entspannende Wirkung aus. Die Preise für die Yogakurse liegen mit etwa 11 Euro für eine Unterrichtsstunde unter europäischem Niveau.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass viele Individualreisende auf ihrer Rundreise durch Bali dem Charme dieser Oase der Ruhe verfallen und länger bleiben, als ursprünglich beabsichtigt.

Ubud – ein Zentrum der Hektik

Verkehr in Ubud
Die Liebe zu Ubud entdeckt man häufig erst auf dem zweiten Blick, denn es ist längst nicht mehr das Künstlerdorf, als das es in den Katalogen der Reiseanbieter angepriesen wird. Der globale Massentourismus hat den Ort längst fest im Griff. Die beiden Hauptverkehrsstraßen, die Jalan Hanuman und Monkey Forest Road, sind eine einzige Aneinanderreihung von Hotels, Cafes, Restaurants und Souvenirshops, die zwar eine herrlich bunte Mischung an Kunsthandwerk, Malereien und Textilien aller Art anbieten, allerdings zu gesalzenen Preisen.
Der Strom von Autos und Motorrollern reißt nicht ab und staut sich oft. Wer selber mit einem Mietwagen anreist, wird auf der Suche nach einem Parkplatz schlichtweg verzweifeln. Alle paar Meter wird dem Ausländer ein Taxi, eine Massage oder irgendein Schnäppchen angeboten, ja teilweise aufgedrängt Und so ist es nicht verwunderlich, das viele Besucher nach einem kurzen Tagesausflug bereits die Nase voll haben von Ubud.

Das “Wahre Ubud”

Man muss schon ein paar Tage bleiben, um die schönen Seiten des Lebens für sich zu entdecken. Dann bemerkt man bei einem Spaziergang durch die Nebenstrassen den Duft der frischen Blüten und Räucherstäbchen in den Opfergaben, die die Balinesen hjeden Morgen auf der Strasse vor ihrem Haus ausbreiten. Zudem weiß man dann auch die kleinen Restaurants zu schätzen, die abseits des touristischen Einheitsbreis kochen und lernt den würzig-scharfen geschmack der einheimischen Küche zu schätzen. Am besten wohnen sie dann in einem Guesthous oder einer der Ferienhäuser, die von Einheimischen vermietet werden und die Chance haben das wahre Ubud kennenzulernen. Je länger sie bleiben, desto mehr passen sie sich den entspannten Schlendergang der Einheimischen an.

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