Unterwasser Vorgelagerte Inseln

Auf Entdeckungstour auf Balis vorgelagerter Insel Nusa Penida

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[su_heading]Die rund 22 lange und an der breitesten Stelle 16 kilo breite Insel Nusa Penida gilt bei den Einheimischen als die Heimat gefährlicher Dämonen. So ist auch nicht verwunderlich, dass die Insel bisher touristisch kaum entwickelt ist.[/su_heading]
[su_box title=”Im Überblick” style=”soft” box_color=”#DD3333″]

  • Was macht man hier ? Sightseeing (Tempel), Trekking (Natur), Tauchen
  • Übernachten in der Nähe
  • Sehenswertes in der Nähe: Nusa Lembongan, Sanur oder Padang Bai

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Die Insel Nusa Penida liegt ziemlich abseits der typischen Touristenrouten. Nusa Penida kann man von den Orten Benoa, Kusamba oder Padang Bai aus mit einem Boot erreichen. Mit einer Fläche von 240 Quadratkilometer ist die Insel die größte vorgelagerte Insel. Im Vergleich zur Insel Bali ist Nusa Penida relativ dünn besiedelt. Die meisten Einwohner leben vom Fischfang und dem Anbau von Seegras. Nusa Penida war zu früheren Zeiten eine Strafkolonie. Hierhin, in die karge, trockene Landschaft, verbannte der König von Klungkung Straftäter und andere in Ungnade gefallene Personen. Für die Balinesen ist die Insel vor allem die Heimat des Dämon Jero Gede Macaling und seiner Frau Jero Luh, die auch als Figuren im Barong Tanzdrama wieder auftauchen.

Den örtlichen Sagen nach soll es diesen Dämon mehrmals gelungen sein  das Meer zu überwinden und Angst und Zerstörung über Bali zu bringen. Erst nachdem die Balinesen eine ähnlich aussehende Dämonenfigur angefertigt und an der Küste aufgestellt hatten, habe der Riese das Weite gesucht. Versuche, sich die hier hausenden Dämonen fernzuhalten, stellen auch die regelmäßig von den Balinesen aufgeführten Trancetänze dar  wie z.B. der Sanghyang Dedari. Die Angst vor diesem Dämon ist es auch, warum sich die Balinesen nicht gerne nach Nusa Penida begeben, zudem stehen die Inselbewohner, die sich auch hinsichtlich des Adat, der Tänze. Puppenspiele, Architektur und Webkunst von den übrigen Balinesen unterscheiden, bei diesen im Ruf in der schwarzen Magie bewandert zu sein.

1.Die Landschaften Nusa Penidas

Nusa Penida

Die Insel selber besticht durch Ihre wunderschönen malerischen Buchten sowie die spektakuläre Steilküste. Nusa Penida hat zwar nur eine spärliche Vegetation, dafür aber eine ungewöhnliche Tierwelt aufzuweisen, darunter einen der seltensten Vögel der Welt, den Rothchild’s-Mynah. Mangels Wasser lasst das zum Regierungsbezirk Klungkung gehörende Kalksteinmassiv Nassreisanbau nicht zu. Leicht zugängliche Sandstrände gibt es nur im Norden und Nordosten, die Südküste hingegen besteht aus steilen, bis zu 200 m hohen Klippen. Von der im äußersten Süden der Insel gelegenen Ortschaft Sekartaji lässt sich das großartige Küstenpanorama mit seinen wildzerklüfteten Kliffs genießen. Der sich parallel der Südküste entlangschlängelnden Straße folgend, kommt man nach etwa drei Kilometern zum Dorf Debuluh, von dem aus man entweder südwärts einen Abstecher nach Tanjung Moling unternehmen oder seinen Weg in Richtung Dungkap fortsetzen kann.

Haupteinnahmequelle der rund 8.000.Inselbewohner sind auch heute immer noch der Fischfang sowie der Anbau von Seetang.  Entlang der Ostküste der Insel ziehen sich kilometerweit die Seetangfarmen, kurz vor der Küste. Die Erzeugnis werden an die Kosmetik- und Lebensmittelindustrie verkauft. Statt Reisfelder triffst du auf Nusa Penida auf eher karge Felder auf denen vor allem Mais, Sojabohnen, Erdnüsse, Süßkartoffeln, Maniok, Mangos und Gemüse gedeihen. Um die Bewässerung zu verbessern, wurden in den letzten Jahren etliche Tiefbrunnen gebohrt und große Regenauffangbecken und Wasserreservoirs errichtet.

2.Die Insel erkunden

Unterwegs auf Nusa Penida
Unterwegs auf Nusa Penida

Die Strassenverhältnisse auf der Insel sind größtenteils erbärmlich. Ausgangspunkt einer Erkundungstour ist in der Regel der kleine Ort Toyapakeh. Toyapakeh dessen von Palmen gesäumter langer Strand aus hellem Muschelsand sowohl zum Baden einlädt als auch einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Nusa Lembongan gewährt. Die wenigen sich hierher verirrenden Touristen gelten vielfach noch immer als willkommene Abwechslung darstellen und ziehen häufig die Aufmerksamkeit der Ortsansässigen mit sich. Daran solltest Du dich nicht allzu sehr stören. Zur Vorsicht gemahnen indes die zeitweise gefahrlichen Unterwasserströmungen und gelegentlich auftauchenden Haie. In Toyapakeh leben, wie man an der Moschee unschwer erkennen kann, auch etliche Muslims, deren Vorfahren vor Jahrhunderten von anderen Inseln zugewandert sind.

Im Inneren der Insel Nusa Penida lassen sich noch viele weitere interessante Orte erkunden. Eine Erkundungsreise unternimmst du am besten von Toyapakeh im Uhrzeigersinn rund um die Insel. Starte deine Rundtour mit einem Besuch der magischen Tempelanlage Pura Dalem Penataran Ped. Die knapp drei Kilometer von Toyapakeh ostwärts lassen sich wunderbar mit einem Leihfarrad bewältigen. Der Tempel Pura Dalem Penataran Ped ist die sagenhafte Wohnstätte des Dämonen Jero Gede Macaling, dem Pilger aus ganz Bali alle drei Jahre am Usaba-Fest Opfer darbringen, um Krankheiten und Unheil von ihren Familien abzuwenden. Der Schrein des gefürchteten schwarzen Dämons steht westlich außerhalb des Haupttempels in einem kleinen gesonderten, ummauerten Hof. Die Tempelanlage, die magische Kräfte besitzen soll, liegt nördlich der Hauptstraße in unmittelbarer Nähe des Strandes und entspricht in ihrer einfachen Ausführung der Armut der Insel.

Nusa Penida 03
Die Höhle Goa Giri Putri auf Nusa Penida

Wenn Du mit deinem Fahhrad weiter der Inselhauptstraße folgst, so gelangst Du schon bald zum kleinen Hafen Mentigi, von dem aus man mit Auslegerbooten nach Kusamba oder Padangbai übersetzen kann. Unmittelbar dahinter erwartet Dich die lebhafte Inselhauptstadt Sampalan. Auf dem Markt kann man sehr guten gegrillten Thunfisch probieren. Im Ort gibt es auch einige Unterkünfte.

Auch ein Abstecher in die Unterwelt ist durchaus reizvoll: Die Tropfsteinhöhlen Goa Karangsari und Goa Giri Putri ist das Zuhause von Tausenden Fledermäusen. Ca. vier Kilomeier südostlich von Sampalan zweigt kurz vor der Ortschaft Karangsari ein Pfad nach rechts zur heiligen Goa Giri Putri bekannt ab. Um diese riesige Tropfsteinhöhle zu besichtigen, kann man sich notfalls den Kindern anvertrauen, die sich als Führer anbieten. Das Honorar solltest du aber lieber vorab aushandeln. Die kleinen Guides besorgen dann auch meist gleich eine Taschenlampe, die man für die Besichtigung unbedingt benötigt. Der etwas versteckt gelegene Eingang zur Höhle erreicht man nur über einen steilen Treppenaufgang vor dem ein Schrein steht. Von hier aus geht es steil abwärts in die Haupthöhle hinein, von der mehrere Seitenhöhlen abgehen. In einem dieser Seitenarme liegt ein unterirdischer Süßwassersee, an dem die Menschen in der Kuningan-Nacht Opfergaben niederlegen. Etwa 500 Meter weiter gelangt man am gegenüberliegenden Ende zum Ausgang der Höhle, der in einer steilen Felswand liegt.

Zu weiteren Strände und Steilküsten im Osten

Dann warten auch schon die traumhaft schönen Stränden des nahen Fischerdorfes Suana. Hier triffst du auch auf den zweitwichtigsten Meerestempel von Nusa Penida, dem unmittelbar am Strand gelegenen Pura Batu Medanu. Unweit davon, am Ende der nächsten Seitenstraße, stößt man auf einem über dem Strand aufragenden Felsplateau auf den Pura Batu Kuning, der ebenfalls Jero Gede Mocating geweiht ist und in dem sich eine Reihe erotischer Reliefs finden.

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Traumhafter Strand Chrystal Bay auf Nusa penida

Reizvolle, nahezu menschenverlassene Strände findet man bei Karang, einer kleinen Siedlung an der Ostküste. Von hier aus gelangst du zunächst nach Tanglad, ein Dorf, das auf eine jahrhunderte Web-Tradition zurückblicken kann. Schau dir an, wie die traditionellen Stoffe von Hand gewebt werden.

Auf der Weiterfahrt im Uhrzeigersinn um die Insel kannst du bis Tanjung Moling immer wieder den Ausblick auf die Steilküste geniessen. Ein Stückchen weiter biegt man an der Weggabelung nach links ab, um kurz bei der in der für die Insel ziemlich großen Ortschaft Batukandik anzutreffenden archaischen Steinskulptur einer Muttergottheit vorbeizuschauen, einer vermutlich vorhinduistischen Kultstätte mit enormen Brüsten, auf denen ein Thron ruht Auf den Schultern der eigenartigen Frauenfigur stehen zwei Hähne.

Nur zu Fuß gelangt man von Batukandik aus in einem etwa halbstündigen Marsch zur wildromantischen Südwestküste mit ihren imposanten, bis zu 230 Meter hohen Kalkkliffs. In den steil abfallenden Wänden haben sich Fischer luftige Arbeitsplätze gebaut. Zudem durchzieht ein halsbrecherischer, aus Bambus und Holz gefertigter Stufenpfad die Felsen, auf dem die Einheimischen zum Meer hinuntersteigen, denn nur am Fuße der Klippen gibt es eine spärlich fließende Süßwasserquelle, auf die sie aufgrund des auf dem Kalksteinplateau herrschenden Wassermangels angewiesen sind. Am Fuß der Felsen befindet sich ein kleiner, unscheinbarer Tempel. Um diese waghalsige Treppenkonstruktion in ihrer ganzen Pracht bestaunen zu können, muss man dem schmalen Pfad am Rande des Abgrunds etwa 15 Minuten westwärts folgen. Nimm am besten einen ortskundigen Guide mit.

Von Batukandig zurück zur Insel Ringstrasse sind es noch rund vier Kilometer bis Batumadeg. Dort ist der Pura Puseh Batumadeg durchaus einen Besuch wert ist.  Von Batumadeg aus kann man auch den Gunung Mundi besteigen, mit 529 Metern die höchste Erhebung der Insel Nusa Penida. Über den kleinen Ort Sakti gelangst du schließlich zu dem traumhaften Crystal Bay Beach.

3. Tauchen vor Nusa Penida

tauchen-penidaWie auch die anderen beiden vorgelagerten Inseln Nusa Lembongan und Nusa Ceningan, gibt es rund um Nusa Penida traumhaft schöne Tauchspots. Alle Tauchplätze befinden sich direkt in der Straße von Lombok was bedeutet, dass Sie dort mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auf Großfisch treffen, wie etwa Adlerrochen, Haie oder Mantas als auch eher seltsame Erscheinungen wie den Mondfisch (Mola Mola) zu Gesicht bekommt. Die Temperaturen liegen hier – im Gegensatz zu den meisten anderen Tauchplätzen um Bali herum – lediglich bei ca. 22 Grad. Die kälteren Wassertemperaturen sorgen allerdings auch für exzellente Sichtweiten von 20 bis 30 Metern.

Zu den besten Tauchgebieten rund um Nusa Penida zählen:

  • Batu Aba (beim Dorf Semaya im Ostteil)
  • Toyakapeh
  • vor Tanjung Moling

 

4. Übernachten auf Nusa Penida

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Es gibt kaum Unterkünfte auf der Insel. Eine einfache Unterkunft ist z.B. das Ring Sameton Inn. Wer mehr Komfort sucht, weicht auf die Nachbarinsel Nusa Lembongan aus.

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