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Kleiner Shoppingführer für den Kauf von Souvenirs auf Bali

Eines ist beim Einkaufen auf Bali sicher: Außer in größeren Geschäften mit Fixpreisen gehört das Handeln einfach dazu. Die Preise werden je nach Geschick des Käufers und Laune des Verkäufers gemacht. Der zuerst genannte Preis ist fast immer deutlich überhöht. Du solltest Dich dabei nicht betrogen fühlen, sondern das Handeln als Chance sehen um ins Gespräch zu kommen. Fast alle Verkäufer lassen mit sich reden.

Sollten die Verhandlungen dennoch ins Stocken geraten und der Preis nicht den eignen Vorstellungen entsprechen, lohnt es sich manchmal auch mit einer überzogenen Geste dem Straßenhändler den Rücken zu kehren und davon zulaufen. Oft wird man dann noch einmal zurückgerufen und erhält das Produkt doch zu dem gewünschten Preis. Falls nicht, solltest Du lieber woanders einkaufen.

In der Regel lohnt es sich, mit den Einkäufen zu warten, bis man sich akklimatisiert und einen Überblick über die Preisspannen verschafft hat. Die Preise in den Touristenzentren sind meistens überhöht, weil vor allem Pauschaltouristen jeden Preis bezahlen. Hier ein Überblick, wo Du was am besten kaufst:

1.Textilien

Dekorative Batikbilder und -textilien (Sarongs, Kleidungsstücke, Taschen usw.) sind ein beliebtes Mitbringsel. Sie brauchen wenig Platz im Gepäck, und ein Batik-Sarong kann zugleich als Kleidungsstück und als Decke benutzt werden. Die Batikmalerei hat zwar ihren Ursprung in Yogyakarta auf Java, wird aber auch in Bali verkauft. Da es große qualitative Unterschiede gibt, variieren die Preise erheblich. Vorsicht: Oft werden billige Drucke als echte Batik angeboten, die beim Waschen stark ausfärben.

Mit Goldfäden durchwirkte Songket-Stoffe für festliche Kleidungsstücke werden vor allem in Blayu (West-Bali) gewebt und teuer verkauft. Ikat-Decken von den östlichen indonesischen Inseln (Nusa Tenggara), handgesponnen und mit Naturfarben gefärbt, erzielen in den Touristenzentren Höchstpreise. Preiswertere Stoffe werden zu Taschen oder Kleidungsstücken verarbeitet.

Typische Kleidung für Touristen, von Hosen und T-Shirts (Bier Bintang und I Love-Bali-Motive) in allen Farben, Badebekleidung und schicken Klamotten bis zu grellbunten Shorts und passendem Ohrschmuck, gibt es vor allem in Kuta, Legian, Seminyak und Ubud. Hier bringen kreative Designer Jahr für Jahr neue Erfolgsmodelle auf den Markt, die mit etwas Verspätung auch auf deutschen Flohmärkten zum vielfachen Preis angeboten werden.

2.Kunst, Kunsthandwerk und weitere Souvenirs

Silberschmuck
Wenn Du auf Bali Silberschmuck kaufen oder anfertigen lassen möchtest, solltest Du unbedingt einen Zwischenstopp im Dorf Celuk südlich von Ubud einlegen. Auch in Kamasan bei Klungkung wird Silber zu Schmuck und dekorativen Gegenständen verarbeitet.

  • Bester Ort für Silberschmuck: Celuk

Mas, das balinesische Dorf der Brahmanen, ist Zentrum der Holzschnitzer. Kunstvolle Masken und Statuen aus Edelhölzern, aber auch Möbel werden hier zu beachtlichen Preisen angeboten. Preiswertere, bunt bemalte Stücke schnitzt man in Sukawati, Möbel in Batuan und Pengosekan sowie an der Jl.Bypass Ngurah Rai bei Sanur, echt wirkende Tiere und Pflanzen in Teges, Tegallalang und Pujung, von wo auch die großen Garuda-Figuren stammen.

Walter Spies und Rudolf Bonnet begründeten in Ubud die moderne Malerei, die heute noch hier beheimatet ist. In den Dörfern der Umgebung kann man vielen Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen und die Gemälde zu einem günstigeren Preis als in den Kunstgalerien von Ubud bekommen. Im Dorf Penestanan sind die Young Artists zu Hause und in Kamasan die traditionellen Maler. Die dazu passenden Holzrahmen werden u. a. in Petulu gefertigt.

Die Schattenspielfiguren aus Büffelleder, Wayang Kulit, stammen überwiegend aus Yogyakarta. Seltener werden balinesische Figuren aus Sukawati oder Klungkung angeboten.

Wer eine Steinstatue in Batubulan oder direkt bei den Steinmetzen in den nördlichen Nachbarorten Singapadu oder Kutri kauft, sollte eine der zahlreichen Speditionen in Anspruch nehmen. Da mindestens ein Kubikmeter unabhängig vom Gewicht bezahlt werden muss, lohnt es sich oft, noch zuzuladen.

3.Finger weg von Antiquitäten !

Auf den Kauf von Antiquitäten (für Gegenstände, die älter als 50 Jahre sind, benötigt man ohnehin eine Exportgenehmigung) und auf Gegenstände, die von geschützten Tierarten stammen, z. B. Schildpatt, Elfenbeinschnitzereien, Krokodilleder oder Korallen sollte verzichtet werden. Der Zoll beschlagnahmt diese Gegenstände ersatzlos, und es ist mit hohen Strafen zu rechnen.

Weitere beliebte Mitbringsel sind Muschelschmuck, Knochenschnitzereien, Messingwaren, bunte Mobiles, Windspiele, Korbwaren und Lontar-Bücher, aber auch DVDs und Kretek (Nelken-Zigaretten). Dabei sollten immer die jeweiligen Zollbestimmungen beachtet werden.

One Response

  1. Toller Artikel, gefaellt mir gut. Ich habe diesen auf FB geteilt und einige Likes dafuer bekommen. Weiter so!

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