Ostbali

Gunung Seraya und der Pura Lempuyang Luhur

Balis gebirgiger Ostzipfel in der Umgebung des Urlaubsort Ameds wird neben dem mächtigen Agung Vulkan von einem zweiten Berg geprägt –  dem Gunung Seraya. Hier steht auch ein bedeutender Richtungstempel, der Pura Lempuyang Luhur. Los geht es mit einem kurzen Überblick der Gegende:

1. Der Gunung Seraya

gunung-serayaDer breite und flache Krater des längst erloschenen Vulkans Gunung Seraya nimmt den gesamten Ostzipfel der Insel Bali ein. Der Fels ragt bis zu einer Höhe von 1175 Meter auf und sein stark zerschnittener Mantel zeigt, dass er schon lange nicht mehr tätig war: Die Kraterränder sind eingebrochen; nur hier und da ragen einzelne Bergkuppen auf, deren fast kreisförmige Anordnung die Ausdehnung des alten Kraters erkennen lässt. Die Bergbesteigung lässt sich in einem guten Halbtagesausflug bewältigen. Bereits während des Aufstiegs eröffnen sich umwerfende Rundsichten auf Ost-Bali.

2. Pura Lempuyang Luhur

Blick aus der Ferne auf den Pura Lempuyang
Blick aus der Ferne auf den Pura Lempuyang

Wie alle Berge der Insel ist auch der Gunung Seraya mit einem bedeutenden Heiligtum bestückt. Etwa sieben Kilometer von dem Örtchen Tista entfernt steht auf einer Bergkuppe die Tempelanlage der Pura Luhur Lempuyang. Der gesamte Komplex des Pura Luhur Lempuyang besteht aus insgesamt sieben einzelnen Tempeln, die in einem Umkreis von etwa vier Kilometer entlang der Berghänge verteilt liegen. Pura Luhur Lempuyang wird zur Gruppe der heiligsten Tempel Balis (Sad Kahyangan) gezählt. Der javanische Hindu-Priester Empu Kuturan soll den Tempel im 11. Jahrhundert als einen der vier Hauptrichtungstempel errichtet haben.

Die vier wichtigsten Richtungstempel sind:

  • Pura Puncak Mangu oberhalb vom Bratan-See (Norden)
  • Pura Andakasa westlich von Padang Bai (Süden).
  • Pura Luhur Lempuyang (Osten)
  • Pura Luhur Batukaru (Westen)

Um die Anlage zu erreichen, fährt man über Abang ins Dorf Ngis. Der Beschilderung folgend geht es links auf eine steile, kurvige Straße, die zum Parkplatz des Tempels führt.

Die einzelnen Teile der Tempelanlage

Direkt am Parkplatz ist der beeindruckende, blütenweiße Tempel Pura Penataran Agung  zu bewundern, dessen Eingang auf den Gunung Agung ausgerichtet ist. Von hier kann man für ungerechnet 50 Cent ein Motorradtaxi zum bescheidenen Pura Telaga Emas nehmen. Zum dritten Tempel, Telaga Sawang, führt ein Weg mit vielen Treppen durch den Wald. Will man die anderen Tempel erreichen, wird es beschwerlicher. Über teils recht steile Pfade erreicht man den Lempuyang Maja, den Puncak Bisbis, einen kleinen, versteckt gelegenen Tempel, zu dem ein kleiner Trampelpfad hinter dem Telaga Sawang führt, Pasar Agung und schließlich den Tempel auf dem Gipfel, den Lempuyang Luhur. Belohnt wird man für seine Mühen mit wunderschönen Ausblicken auf den Osten der Insel Bali und das tiefblaue Meer.

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