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Der Tempel der Fledermäuse: Goa Lawah

Der Tempel Goa Lawah ist sehr schön direkt am Rand einer Steilküste gelegen und bietet einen wunderbaren Blick direkt auf das Meer. Der ursprünglich animistische Kultplatz stammt aus der vorhinduistischen Zeit. Heute ist Pura Goa Lawah einer der neun wichtigsten Tempel Balis und dient insbesondere für Gedenkrituale der Verstorbenen.

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Der Tempel Goa Lawah ist sehr schön direkt am Rand einer Steilküste gelegen und bietet einen wunderbaren Blick direkt auf das Meer. Bekannt ist er aber vor allem wegen der Tausenden von Fledermäusen, die eine Höhle direkt nebenan bevölkern. Der Tempel Pura Goa Lawah ist eher unscheinbar. Die Balinesen verehren in diesem Tempel Gott in seiner Manifestation als Gott des Meeres (Girinatha). Der Tempel ist sehr schön direkt am Rand einer Steilküste gelegen und bietet einen wunderbaren Blick direkt auf das Meer und die vorgelagerte Insel Nusa Penida in der Ferne. Auf dem Strandabschnitt zwischen Klippen und Meeresbrandung kann man von Zeit zu Zeit eine religiöse Zeremonie beobachten. Über den dem Meer zugewandten Eingang gelangt man in den äußeren Hof der Tempelanlage.  Beiderseits des Eingangs befinden sich Pavillons, ein Wachturm (Kul-Kul) und weitere Bauten. In der südöstlichen Ecke dieses Hofes befindet sich eine Quelle, die zur Entnahme von Wasser für die hier abgehaltenen Zeremonien dient.

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Das Meer gilt auf Bali seit jeher als die Heimstatt von Wesen der Unterwelt. Traditionell fürchten die Balinesen das Meer. Da das Meer mit der Unterwelt in Verbindung gebracht wird, finden im Pura Goa Lawah Verbrennungszeremonien statt. Die Asche der Toten wird anschließend von einem Priester ins Meer gestreut.  Die Familien und Freunde der Toten kommen auch noch nach der Verbrennung in den Tempel, um für das Wohlergehen der Verstorbenen zu Beten.

Die Fledermaus-Höhle

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Neben den Schreinen (Pelinggih) der Tempelanlage befindet sich der Eingang zu einer Grotte. Diese Höhle ist der Hauptgrund, warum Touristen hierher kommen. Denn der rund zehn Kilometer östlich von Klungkung gelegene Pura Goa Lawah ist hauptsächlich als Fledermaushöhle bekannt. Hier kann man Zeuge eines beeindruckenden Naturschauspiels werden: Tausende von Fledermäusen hängen in einer nicht besonders tiefen Felshöhle. Die Fledermäuse lassen sich von den Menschen nicht irritieren und gelten den Balinesen als heilig. Je näher man zum Eingang der Grotte gelangt, desto intensiver wird der Geruch nach Exkrementen der Fledermaus – das ist nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter. Im Inneren der Höhle sollen sich zudem Schlangen befinden. Es ist dann auch schon ein wenig mulmiges Gefühl unter den unzähligen herabhängenden Fledermäusen herumzulaufen. Das Ende der Grotte ist nicht zu erkennen, es wird aber gemunkelt, dass die Grotte Teil eines langgestreckten Höhlensystems ist, das bis zum Agung Vulkan erstreckt.

Besonders negativ aufgefallen sind mir die kleinen Kinder, die sich auf dem Parkplatz und vor dem Tempel tummeln und auf besonders aufdringliche Art und Weise kleine Souvenirs anbieten.

 

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