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Goa Gajah – Die Elefantenhöhle von Bedulu

Von der Stadt Ubud nicht weit entfernt, kann man Goa Gajah gut mit dem Fahrrad aus erreichen.Bedulu war einst das Zentrum des ältesten Fürstenhauses der Insel Bali. Heute liegt das Dorf inmitten einer agrarisch genutzten Landschaft, die allmählich zum zentralbalinesischen Bergland ansteigt. In Bedulu selbst gibt es einige Sehenswürdigkeiten, insbesondere die Goa Gajah – zu deutsch “Die Elefantenhöhle”.

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Die Goa Gajah-Anlage

Die Badeanlage des Goa Gajah
Die Badeanlage des Goa Gajah

Diese Anlage stammt wahrscheinlich aus der Zeit des Raja Airllingga und ist damit das älteste Relikt altertümlicher balinesischer Kunst. Seit etwa 1074 dient die Goa Gajah als hinduistisches Heiligtum. Erstmals wurde dieser Ort 1923 durch Wissenschaftler entdeckt, vorher war der Ort nur den Einheimischen bekannt. Heute kann zu bestimmten Zeiten der Touristenandrang sehr groß sein. Vom überdimensionalen Parkplatz, vorbei an Restaurants und Souvenirständen kommt man schließlich zu einer Treppe, die hinab in ein grandioses Tal führt. Dort stößt Du zunächst Gajah auf einen Badeplatz, der den Eindruck vermittelt, dass es sich bei der Goa-Gajah-Anlage eigentlich um ein Quellheiligtum handelt. Diese Badeplätze wurden erst 1954 ausgegraben. Die insgesamt drei Badebecken sind von sechs Statuen gesäumt, die Wasser aus Krügen in die Badebecken sprudeln lassen.

Im Inneren der Goa Gajah
Im Inneren der Goa Gajah

Nach dem langen Abstieg kommt man zu dieser Reihe künstlicher Höhlen. In die eigentliche Elefantenhöhle gelangst Du durch das weit aufgerissene Maul eines Dämons (siehe Foto oben). Der riesige Kopf wird von dichtem, grünen Blattwerk umrankt. Die Wände zeigen verschiedene Darstellungen von Dämonen und Tieren. Die düstere Höhle selber enthält einige Fragmente von Statuen, die auf prähinduistische Aktivitäten an dieser Kultstätte hindeuten.

Die Überreste eines buddhistischen Heiligtums
Die Überreste eines buddhistischen Heiligtums

Auf dem Gelände der Goa Gajah befinden sich übrigens auch buddhistische Relikte. Ein Pfad führt durch die grüne Vegetation über eine Treppe zu einer Terrasse an den Petanu Fluß. Zwei Buddhastatuen am jenseitigen Ufer des kleinen Flusses belegen, dass hier neben hinduistischen Ritualen auch buddhistische Zeremonien abgehalten worden sind.

Quellenheiligtum Yeh Pulu

Yeh Pulu

Über einen Fußpfad mitten durch die grünen Reisfelder kann man von der Elefantenhöhle “Goa Gajah” aus das Felsrelief Yeh Pulu erreichen – eines von Balis einzigartigen Kunstwerken, das erst 1925 wiederentdeckt wurde. Der Weg dorthin führt allerdings durch kleine, ruhige Gassen des Dorfes Bedulu. Nach 30 Minuten Fußmarsch erreicht man eines der ältesten Monumente in Bali: Es handelt sich um eine 27 Meter lange und 2 Meter hohe massive Felswand mit einem kunstvoll gearbeiteten Relief. Vermutlich stammt es aus dem 14. Jahrhundert und gehörte evtl. zu einer Einsiedelei. Dargestellt sind Szenen aus dem alltäglichen Leben der Balinesen, von Frauen über Priester, Tiere bis zur Jagd. Im unteren Teil findet sich auch eine Darstellung von Elefantengott Ganesha.

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