Ökotourismus

Ökotourismus auf Bali – Die grüne Seite der Insel der Götter

Bali ist zweifellos eine wunderschöne Insel. Doch je mehr Menschen diese Schönheit entdecken wollen, desto mehr gerät sie in Gefahr. Die Auswirkungen sind bereits überall auf der Insel zu spüren: Reisfelder weichen Hotelbauten, Müllberge türmen sich am Strassenrand und immer häufiger begegnet man Plastikmüll im Meer. Was kann also getan werden: Nur durch einen nachhaltigen Tourismus kann diese kleine, stark bevölkerte Insel dauerhaft ihren Charm behalten. Langsam aber sicher entdeckt Bali den Ökotourismus. Hier einige Erlebnisse und Entdeckungen von der grünen Seite des Paradieses.

Herausragende Ökohotels auf Bali

Bali Eco Stay
Bali Eco Stay

Gravierende Umweltprobleme haben das von der Tourismusindustrie sorgsam gehegte Image Balis als unberührtes Tropenparadies in den letzten Jahren ins Wanken gebracht. Die ökologischen Folgen der Überentwicklung im Zuge des in den 80er Jahren einsetzenden Massentourismus haben in manchen Regionen der Insel bereits katastrophale Ausmaße angenommen. Ein mahnendes Beispiel ist etwa Candidasa. Obwohl der Massentourismus auch heute zweifellos noch die Insel Bali dominiert, gibt es auch eine stärker werdende Gegenbewegung: Es entwickelt sich ein immer breiteres Angebot einer nachhaltigen Form des Tourismus mit Ökohotels, Restaurants mit Speisen aus biologischen Anbau und Boutiquen mit umweltschonend hergestellten Produkten.

Trendsetter in Sachen hochwertiger Ökotourismus auf Bali ist die in Singapur ansässige Alila-Gruppe, die etwa die Alila Villa Soori Bali in Tabanan betreiben. Mich persönlich hat ein Aufenthalt im Bali Eco Stay an den Hängen des Batukaru-Vulkans vom Prinzip Ökotourismus überzeugt – hier konnte ich Bali ganz frei von Schuldgefühlen geniessen: Der kurze Schreck war dann auch gleich wieder vergessen, als sich eine ansehnliche gestreifte Schlange durch die Tür des unüberdachten Badezimmers entfernt Zeit also um im Sonnenuntergang eine warme Dusche zu geniessen – hier am Rande des saftig grünen Reisfeldes im Herzen der Insel Bali. Fast könnte man vergessen, das nur eine staubeplagte Autostunde entfernt ein ganz andere Form von Tourismus die Insel der Götter heimsucht.

Statt Kohlestrom oder Dieselgeneratoren wird das Bali Eco Stay Resort durch ein Mini-Wasserkraftwerk versorgt. Das Abendessen, das aus den frisch geernteten Kräutern des nahe gelegenen Permakultur-Garten zubereitet wird bietet ein Geschmackserlebnis, dass so ganz anders ist als das Glutamatgestärkte Fast-Food-Nasi Goreng in den zahlreichen Touristenzentren. Biologischer Anbau kommt gut an: Es ist zum Beispiel zu beobachten, dass viel mehr Gemüsebauern heute nach biologischen Standards anbauen, um die steigende Nachfrage zu bedienen.

Ein weiteres Beispiel für gelungene Ökohotels auf Bali ist das Green Village Bali. Das Hotel ist erst 2011 errichtet worden und verfolgt den Ansatz eines auf Nachhaltigkeit konzentrierten Villendorfs. Die Unterkünfte bestehen aus Hütten, die komplett aus Bambus gebaut wurden, um der Natur nicht in die Quere zu kommen. Neben der reinen Nutzung von nachhaltigen Produkten wird in den Häusern zudem nur organisches Essen serviert. Das Projekt baut Luxusvillen aus Bambus in der Nähe der Greenschool.

Ein Netzwerk für Umweltprojekte

Arbeitspause im kleinen Dorf Sibetan
Arbeitspause im kleinen Dorf Sibetan

Jaringan Ekowisata Desa (JED) ist eine der Initiativen, die in Reaktion auf die Mega-Projekte der Konglomerate gegründet wurden. Unter Mitwirkung der lokalen NGO Yayasan Wisnu wurde das gemeindebasierte Ökotourismus-Netzwerk bestehend aus den drei Dorfgemeinden Sibetan, Tenganan und Pelaga sowie der kleinen Insel Nusa Ceningan gegründet. Organisiert in Form einer Kooperative bewirkt das Netzwerk dabei eine erfolgreiche Teilhabe der Dorfgemeinschaft an der Entwicklung Ökotourismus. Touristische Highlights in den Dörfern sind die Produktion organischen Kaffees (in Pelaga), der Anbau der Salak-Frucht in Sibetan sowie die traditionelle Webkunst der balinesischen Ureinwohner in Tenganan und dchließlich der Anbau von Seegras auf der Insel Nusa Ceningan. JED bietet Wanderungen, Wissensvermittlung, Einblicke in das rituelle und künstlerische Leben sowie die Teilnahme am Alltag der lokalen Bevölkerung an. Die dabei erzielten Einnahmen kommen direkt den Gemeinden zugute. Das Netzwerk ist trotz begrenzter Mittel und einfacher Voraussetzungen bereits bemerkenswert erfolgreich.

One Response

  1. Guten Morgen aus dem Oeko freundlichen Sang Giri Zeltresort in den Blauen Bergen (Blue Mountains) von Jatiluwih in Tabanan-Bali. Gute Informationen in Eurer Webseite. Weiter so. Mit unseren 8 sehr komfortabelen Zelten mit privatem Bad und Zeltterasse, sind wir erst seit zwei Jahren in Betrieb. Ein biologisch angebauter Gewuerz, Gemuese und Fruechte Garten von fast einem halben Hektar wird in diesem Jahr noch fertig. Terima kasih aus Bali.
    Yunsar

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